Trojanisches Pferd

Versteckt unter Holzbauteilen

Keine Angst: Dem Holbeinpferd ist nichts passiert und es steht auch noch an
seinem alten Platz. Es hat sich nur am Mittwochabend für ein oder zwei Wochen versteckt. Und zwar unter einem vier Meter hohen und ebenso langen Holzpferd mit Augen aus schwarzem Marmor, Metallrädern an den FüRen und einer vergoldeten Mähne Der Schöpfer dieses trojanischen Pferds ist der Schreiner Norbert Siegel. Die Idee hatte er schon lang im Kopf: “Ich fuhr immer wieder am Holbein-Pferd vorbei und wollte einfach mal was damit machen." Etwas “Locker-Leichtes" sollte es sein - "politische Bezüge kann sich jeder selbst dazu ausdenken", sagt Siegel denjenigen die ihn danach fragen.

Geholfen haben ihm sein Auszubildender und zwei Freunde. Das große Pferd ist aus Bauteilen zusammen gesetzt, die um das Holbeinpferd herum aufgebaut wurden. Eine Woche Vorbereitungszeit steckt dahinter. Und eine hochoffizielle Genehmigung: “Das Gartenamt, das Amt für öffentliche Ordnung und die Polizei halten unsere Aktion für unbedenklich." Beim ersten - nicht genehmigten - Versuch war es aber schief gelaufen: Da kam nach zehn Minuten die Polizei. Badische Zeitung vom 10. Januar 2003, anb