Das Holbein-Pferd in FreiburgEin Pferd.
Tausend Kleider.

Seit den 80er Jahren wird das Betonfohlen an der Holbeinstraße über Nacht immer wieder neu bemalt – mal Zebra, mal Ferrari, mal Sphinx. Hier ist seine Garderobe.

Das Chamäleon in Pferdegestalt

Das Holbein-Pferd – in Freiburg auch Holbeinpferd, Holbein-Pferdchen oder einfach „Pferdle“ genannt – ist eine rund 1,90 Meter hohe und eine Tonne schwere Betonskulptur eines Fohlens. Geschaffen hat es der Überlinger Bildhauer Werner Gürtner 1936. Seit den 1950er Jahren steht es auf einem kleinen Rasenstück zwischen Holbeinstraße, Hans-Thoma-Straße und Günterstalstraße im Freiburger Süden, direkt an der Straßenbahnhaltestelle „Holbeinstraße“.

Berühmt wurde das Pferd durch seine Verwandlungen: Seit den 1980er Jahren bemalen unbekannte Künstler die Skulptur immer wieder über Nacht – als Zebra, Ferrari, Einhorn, Sphinx oder als Fan des SC Freiburg. Der Freiburger Fotograf Matthias Wolpert dokumentiert die Bemalungen seit Jahrzehnten und brachte sie als Postkarten und Kalender heraus. Der Streit mit den Erben des Bildhauers um das Urheberrecht ging 1996/97 bis vor das Landgericht Mannheim und machte das Holbein-Pferd bundesweit bekannt.